fr de

Login |

Häufige Fragen zur Ausbildung

1. Kann ich die Doula Ausbildung machen, wenn ich selber noch keine Kinder geboren habe?

Auch wenn wir klar wissen und spüren, dass auch Frauen ohne eigene Kinder Doula-Qualitäten haben können, haben wir uns im Verband entschieden, bei dieser Aufnahmebedingung zu bleiben. Die Ausbildung in der Schweiz baut auf der eigenen Erfahrung von Schwangerschaft, Geburt und Wochenbett auf. Die Aufnahmebedingungen sind aber nicht in allen europäischen Ländern dieselben. Wir sehen diese Einschränkung auch als eine besondere Wertschätzung der Lebenserfahrung von Müttern, was im schweizerischen Arbeitsmarkt und im Weiterbildungsbereich sonst selten der Fall ist.

2. Können auch nur einzelne Tage der Ausbildung besucht werden, weil besondere Vorkenntnisse vorhanden sind?

Da die Ausbildung sehr kurz ist und stark von der Lerngruppe und dem Austausch der Lerndenden lebt, ist es nicht sinnvoll und daher auch nicht möglich nur einzelne Blöcke zu besuchen. Die meisten Kursteilnehmenden bringen umfangreiche Berufs- und Lebenserfahrung mit, was bereichernd ist für alle.

Wenn jemand im Ausland eine Doula-Ausbildung absolviert hat, kann er dem Verband einen Antrag auf Gleichwertigkeit stellen. Im positiven Fall kann diese Frau dann ohne weitere Ausbildungsschritte dem Verband beitreten.

3. Kann ich nach Abschluss der Ausbildung Mitglied im Verband Doula CH werden?

Die Kursteilnehmerinnen können bereits nach dem 2. Ausbildungsblock Verbandsmitglieder werden und sind ab diesem Zeitpunkt auf der Website als Doulas in Ausbildung vertreten.

4. Warum dauert es so lange bis wieder ein neuer Kurs startet?

Wir sind ein kleiner Verband und alle Mitarbeitenden und auch die Ausbildungsleiterin sind Mütter, welche neben der Familienarbeit auch als Doula und in zusätzlichen Berufsfeldern tätig sind. Daher sind unsere Zeitressourcen beschränkt.

Da die Nachfrage nach Doula Geburtsbegleitungen erst am Wachsen ist, macht es auch keinen Sinn jedes Jahr mehr als 16 neue Doulas auszubilden. Wir bitten Sie daher um Geduld. Warten können ist übrigens eine der zentralen Kompetenzen als Doula...

5. Warum ist ein Internet-Zugang und eine eigene Email-Adresse so entscheidend bei der Doula-Ausbildung?

Wir arbeiten im Kurs mit einer Lernplattform, weil wir die Vernetzung der Teilnehmerinnen und den Erfahrungsaustausch über die Praxis als Doula als zentral erachten und dies bewusst fördern wollen. Lernen und sich in neue Inhalte vertiefen kann somit dezentral und zu jeder Tages- und Nachtzeit stattfinden, einfach immer dann, wenn wir es uns einrichten können.

Die Kundschaft von heute ist eine Generation, welche mit dem Computer aufgewachsen ist und versiert damit umgehen kann. Anfragen kommen hauptsächlich per Mail und über die Website. Als Doulas müssen wir daher diesem Bedürfnis begegnen können.

6. Muss ich mir die Hospitations-Besuche und die zwei erforderlichen Geburten selber organisieren?

Ja, jede Teilnehmerin organisiert in ihrer Region die Hospitationen und die Geburtsbegleitungen selber. Dies hilft auch gleich für eine gute lokale Vernetzung und ist eine wertvolle Übung für die Praxis als Doula. Sollte es einer Teilnehmerin nicht möglich sein innerhalb des Ausbildungsjahres die erforderlichen Geburtsbegleitungen machen zu können, hat sie anschliessend noch eine Frist von 2 Jahren zur Verfügung, wo sie dies nachholen kann.

7. Kann ich mit der Doula-Tätigkeit genügend verdienen für meinen Lebensunterhalt?

Nein, das ist absolut unmöglich. Mit der Pauschale, die wir verlangen sind zwar unsere Auslagen und Spesen gedeckt, aber es ergibt je nach Situation keinen hohen Stundenlohn. Die Doula-Tätigkeit ist anstrengend und kann auch nicht unzählige Male pro Jahr ausgeübt werden. Sie ist eine Herzens-Sache und eine enorme Bereicherung für jede Doula. Wer auf einen stabilen Verdienst angewiesen ist, sollte sich besser eine andere Tätigkeit suchen.